SkaDL – Erfolgreiche Skalierung industrieller Dienstleistung

Problemstellung:

Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlt häufig das Wissen darüber, wie sie auf noch unerschlossene Märkte expandieren und ihr Dienstleistungsangebot skalieren können.

Dabei kann Skalierung einerseits die erfolgreiche Erweiterung des Dienstleistungsportfolios und andererseits das Anbieten von bereits standardisierten Dienstleistungen in neuen Märkten bedeuten. Die praktische Umsetzung bringt dabei ein hohes Maß an Komplexität mit sich und ist mit hohem Aufwand verbunden, der von vielen Unternehmen, parallel zur operativen Tätigkeit, nicht geleistet werden kann.

Für KMU resultieren daraus folgende Fragestellungen:

  • Wie sieht das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand für die einzelnen Optionen aus?
  • Welche Option ist unter den aktuellen Gegebenheiten, wie geringe Investitionsmöglichkeiten, Umsatzpotential oder Fachkräftemangel, zu bevorzugen?

Ziel des Forschungsprojekts:

Industrielle Dienstleister stehen vor vielfältigen Problemen: zum einen wissen sie nicht, welche Strategie zur Skalierung am geeignetsten ist, um die individuellen Unternehmensziele zu erreichen. Zum anderen fehlen den KMU konkrete Handlungsempfehlungen, mithilfe derer die individuell beste Skalierungsstrategie umgesetzt werden kann. 

Das Ziel dieses Forschungsvorhabens ist, eine Entscheidungshilfe für die Skalierung von Dienstleistungen bereitzustellen. Bei der Strategieauswahl müssen die eigenen Unternehmensfähigkeiten und -ziele berücksichtigt werden, da die Skalierung nur auf diese Weise ressourceneffizient und nutzenorientiert durchgeführt werden kann.

Zunächst wird bewertet, wie groß die Übereinstimmung zwischen den Fähigkeiten und Zielen eines Unternehmens mit den Anforderungen und dem Nutzen von vorab ausgewählten Skalierungsstrategien und den dahinterliegenden Konzepten ist. 

Darauffolgend wird dem Unternehmen mithilfe eines bedarfsgerechten Handlungsleitfadens vorgegeben, wie das Unternehmen die Skalierung unter Berücksichtigung der digitalen Gestaltungsfelder erfolgreich umsetzen kann. Die Unternehmen, insbesondere KMU werden somit befähigt, mit der am besten geeigneten Strategie neue Märkte zu erschließen und ihr Dienstleistungsangebot zu skalieren.

Struktur des Forschungsprojekts

Industriepartner

Die Bedürfnisse von KMU werden in repräsentativen Expertengesprächen, regelmäßigen Workshops und Sitzungen eines forschungsprojektbegleitenden Ausschusses mit KMU und Großunternehmen erarbeitet.

Nutzen für KMU

Die durch das Forschungsprojekt zu erarbeitenden Lösungen befriedigen die Nachfrage von KMU nach einem Transformationskonzept für die Einführung von Business Analytics. Der konkrete Nutzen für KMU im Rahmen des Forschungsprojektes ist:

  • Zugriff auf wissenschaftliche Untersuchungen ohne finanzielle Zusatzkosten
  • Themenspezifischer Austausch mit anderen Unternehmen 
  • Realisierung von Wettbewerbsvorteilen durch die Nutzung eines IT-Tools zur Strategieentwicklung für die Skalierung
  • Vermittlung von Wissen über den aktuellen Forschungsstand
  • Aktive Einflussnahme auf das Forschungsvorhaben und zukünftige Forschungsschwerpunkte
  • Kooperation für unternehmensspezifische Studien/ Abschlussarbeiten

Ansprechpartner

Wenn Sie Interesse bei der Mitarbeit am Forschungsprojekt haben, melden Sie sich bitte bei den Ansprechpartnern des Forschungsprojekts.

• Enno Budelmann, M.Sc. (enno.budelmann@wi.tum.de)

• Niklas Stepanek, M.Sc. (niklas.stepanek@wi.tum.de)

Studienarbeiten

In Rahmen des Forschungsprojekts besteht die Möglichkeit Abschlussarbeiten anzufertigen oder ein Projektstudium zu absolvieren.

Veröffentlichungen zum Thema

  • Produktivitäts-, Zeit- und Qualitätspotenziale durch Industrie 4.0
  • Management im digitalen Zeitalter
  • Neue Geschäftsfelder, Geschäftsmodelle, Technologien
  • Neue Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0
  • Die Schwungkraft digitaler Services